Auszubildenden zum Landwirt/in

Für das kommende Lehrjahr 2018 suchen wir einen Auszubildenden für die Ausbildung zum Landwirt/in.

Um herauszufinden, ob dieser Beruf für dich in Frage kommt, haben wir hier ein paar Fakten zur Ausbildung zusammengetragen!
Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:
• wie Nutztiere gefüttert und betreut werden
• welche Vorbeugemaßnahmen es gegen Tierkrankheiten gibt
• wie Lagerräume und Lagerbehälter zu pflegen sind
• wie man Maschinen für die Bodenbearbeitung, Saat, Düngung und Ernte bedient
• welche Wartungsvorschriften und Schmierpläne beim Pflegen und Warten von Maschinen und Einrichtungen einzuhalten sind
• wie man Verkaufsprodukte aufbereitet und dabei Anlagen zum Trocknen, Reinigen, Sortieren, Mahlen und Mischen benutzt
• was beim Milchmelken und der Euterpflege zu beachten ist
• wie man Bodenuntersuchungen durchführt und den Nährstoffgehalt des Bodens ermittelt
• welche Qualitätsnormen und -kontrollen zu beachten sind
• wie man Futtervoranschlag und Futterberechnungen kalkuliert
Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.
In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:
• auf berufsspezifischen Lerngebieten (z.B. Alternative Landwirtschaft)
• in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde
Spezialisierung während der Ausbildung
Die Ausbildung wird jeweils in mindestens zwei der folgenden Betriebszweige der Pflanzen- und Tierproduktion vertieft:
• in der Pflanzenproduktion

o Getreidebau
o Zuckerrübenbau
o Körnermaisbau
o Hülsenfrüchtebau
o Ackerfutterbau
o Grünland oder Ackergras
o Waldbau
o Sonderkulturanbau (Spargel, Erd-u. Heidelbeeren)
• in der Tierproduktion

o Milchviehhaltung
o Rinderaufzucht oder Rindermast

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt
Landwirte und Landwirtinnen erzeugen pflanzliche sowie tierische Produkte und verkaufen diese. Abhängig vom jahreszeitlichen Ablauf bearbeiten sie Böden, wählen Saatgut aus, mähen, düngen, pflegen Pflanzen und wenden Pflanzenschutzmittel an. Bei ihren Tätigkeiten benutzen sie meist landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge und Anlagen, die sie nicht nur bedienen und überwachen, sondern auch warten. Nach der Ernte lagern oder konservieren sie ihre Erzeugnisse oder vermarkten sie. In der Tierhaltung füttern, tränken und pflegen sie Nutztiere und reinigen Ställe. Auch Buchführungs- und Dokumentationsarbeiten gehören zu ihren Aufgaben.
Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)
Worum geht es?
Landwirte und Landwirtinnen erzeugen land- und tierwirtschaftliche Produkte in marktgerechter Qualität. Daneben wickeln sie Geschäftsvorgänge in landwirtschaftlichen Betrieben ab.
Natürlich ertragreich
Ob kleiner, mittelständischer oder Großbetrieb in der Landwirtschaft: Das Unternehmensziel ist eine möglichst ertragreiche Agrarproduktion. Unter Berücksichtigung klimatischer Bedingungen bestimmen Landwirte und Landwirtinnen weitgehend selbst, ob und welche Tiere sie halten und welche Feldfrüchte sie anbauen. Sie legen auch fest, ob sie ihren Betrieb eher konventionell oder z.B. als Biobauernhof führen. Aus wirtschaftlichen Gründen beschränken sich jedoch viele Landwirte und Landwirtinnen auf nur einen oder wenige Betriebszweige. Eine typische Hofform ist Milchviehhaltung mit gleichzeitigem Anbau von Futter. Reine Schweinemastbetriebe sind ebenso gängig wie Hopfenanbau oder der klassische Getreideanbau. Um den Ertrag zu steigern, werden immer wieder neue Wege zur Vermarktung eingeschlagen, vom Direktverkauf der Lebensmittel ab Hof über Agrartourismus mit Programmen wie "Ferien auf dem Bauernhof" bis hin zu einem weiteren Standbein als Erlebnis- oder Lernbauernhof. Zunehmend schaffen sich Landwirte und Landwirtinnen auch mit der Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien ein zweites Standbein: Als fermentierte Biomasse liefern landwirtschaftliche Nebenprodukte wie Gülle oder Bioabfall nährstoffreichen Dünger und Biogas.
Täglich frisch
Die Arbeitszeiten im Landbau sind von der Jahreszeit abhängig, Tiere dagegen müssen jeden Tag des Jahres versorgt werden. Sehr früher Arbeitsbeginn und Arbeit bei jedem Wetter - auch an den Wochenenden - sind typisch. Besonders bei der Ernte, wenn Tiere erkrankt sind oder bei Tiergeburten leisten Landwirte/Landwirtinnen zusätzliche Arbeit. Erzeugt werden vielfältige pflanzliche Produkte wie Getreide und Gemüse. Mit speziellen Sämaschinen bringen sie die Saat aus. Auch die Ernte wird meist mit vollautomatischen Maschinen eingebracht, z.B. mit Mähdreschern.


Landwirtschaft und Technik
Als Transportfahrzeug in der Landwirtschaft dient der Schlepper mit verschiedenen Ladewagen. Landwirte und Landwirtinnen reparieren ihre Maschinen in der Regel selbst und haben deshalb auch die nötigen Metallwerkzeuge sowie alle Wartungsmittel, Öle und Fette zur Hand. Viele Nutztiere sind ausschließlich in Stallungen untergebracht, teilweise mit computergestützten Klima-, Fütterungs- und Reinigungsanlagen. Mithilfe von Melkmaschinen erfolgt auch das Melken weitgehend automatisch. Um Krankheiten vorzubeugen, desinfizieren Landwirte und Landwirtinnen die Ställe regelmäßig. Zur Fütterung der Tiere im Winter lagern sie z.B. Grünfutter in Silos ein.
Landwirtschaftliche Nutzflächen können sie dank moderner Technik zielgerichtet bewirtschaften: Dazu werden z.B. mithilfe von Positionierungssystemen wie GPS und GIS genaue Kartensysteme der Anbauflächen mit ihren jeweiligen Besonderheiten erstellt. Dies erleichtert nicht nur die Ernte, sondern auch den effizienten Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln.
Alle Produkte unterliegen strengen lebensmittelrechtlichen und hygienischen Vorschriften: Milch beispielsweise muss in speziellen Kühlbehältern zwischengelagert werden. Über Geburten und Krankheiten der Tiere führen Landwirte und Landwirtinnen genau Buch.
Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen
• in der Tierproduktion arbeiten
o Tiere füttern, pflegen, reinigen, führen, transportieren und züchten
o tierische Produkte aufbereiten, lagern, transportieren und vermarkten
• in der Pflanzenproduktion arbeiten
o Pflanzen bestellen, pflegen, schützen, ernten
o pflanzliche Produkte aufbereiten, lagern und vermarkten
• Maschinen, Einrichtungen und Betriebsanlagen bedienen und warten
o in der Tierproduktion (z.B. Fütteranlagen, Melkmaschinen, Reinigungsanlagen)
o in der Pflanzenproduktion (z.B. Maschinen für Bodenbearbeitung, Düngung, Pflanzenschutz sowie Ernte- und Transportmaschinen)
o bei der Bearbeitung von Werkstoffen wie Holz, Metall, Kunststoff (z.B. mithilfe von Hand- oder Elektrowerkzeugen, Mess- und Kontrolleinrichtungen)
• Pflanzen und Tiere z.B. hinsichtlich Wachstum, Entwicklung, Krankheiten oder Leistungsmerkmalen beobachten
• ggf. Biomasse zur Energieerzeugung nutzen, Biogasanlagen betreiben oder beliefern
• Landschaftspflege und Umweltschutz betreiben
o Gewässerböschungen, Wegränder, Feldraine, Gehölze usw. pflegen und erhalten
o umweltsensible Produktionsmittel sachgerecht anwenden, lagern und entsorgen
• betriebswirtschaftliche Tätigkeiten durchführen
o Stallbücher sowie Futtermittel- und Verbrauchsnachweise führen
o Kosten-Nutzen-Verhältnisse erfassen
o Märkte beobachten; Preisentwicklungen verfolgen
o Planungen durchführen